Glückwünsche von Annette Schavan

34 Studierende nahmen an der Ulmer Universität ihr Deutschlandstipendium entgegen. Bundesbildungsministerin a. D. Annette Schavan freute sich mit den jungen Talenten.

34 Studierende erhalten an der Universität Ulm das Deutschlandstipendium.34 Studierende erhalten an der Universität Ulm das Deutschlandstipendium. Man merkt ihnen allen die Freude an. Es ist eine schlichte Feier und doch ein großer Augenblick für die Studierenden und ihre Förderer an der Universität Ulm. Narin Incik, Seyed Amirhossein Saeidi, Fahmida Azmi und Patrick Schenk gehören gemeinsam mit 30 weiteren Studierenden zu Deutschlands ersten Deutschlandstipendiaten. Ihre Urkunde erhielten sie von Bundesbildungsministerin a. D. Annette Schavan und Universitätspräsident Karl Joachim Ebeling persönlich.

Auch fünf Stipendiaten aus dem Ausland profitieren in den kommenden zwei Semestern an der baden-württembergischen Universität von der neuen Spitzenförderung. "Am Anfang stehen junge Leute wie Sie, die mit Schwung, Kreativität und neuen Ideen Wege in neue Zeiten ebnen. Wir brauchen Talente aus aller Welt, um unsere Innovationskraft weiter zu stärken", würdigte Bundesministerin a. D. Annette Schavan die Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchs.

Dass einem so ein Lob nicht einfach in den Schoß fällt, liegt auf der Hand. Doch in den Vordergrund spielt sich hier niemand. Und so erfährt man nur en passant, dass Narin Incik fünf Sprachen beherrscht, als Mathetalent schon bei "Jugend forscht" aufgefallen ist und sich obendrein als Rettungsschwimmerin engagiert oder dass Medizinstudent Patrick Schenk neben der Vorbereitung auf sein Physikum mit Schwerbehinderten arbeitet. Für ihn wie für alle anderen bedeutet diese Form der Anerkennung auch eine große finanzielle Erleichterung. "Ohne Nebenjob wäre so ein Studium sonst nicht für mich zu machen", räumt der 22-Jährige unumwunden ein.

Stipendium mit hohem Stellenwert

Bundesbildungsministerin Annette Schavan im Gespräch mit Stipendiatinnen und Stipendiaten. Bundesbildungsministerin a. D. Annette Schavan im Gespräch mit Stipendiatinnen und Stipendiaten. Die Studienfinanzierung sei keine leichte Sache, das wüssten gerade auch viele der Ehemaligen, appellierte Bundesministerin a. D. Annette Schavan besonders an die Fördererbereitschaft erfolgreicher Alumni: "Der Anfang ist gemacht. Erstmals beteiligen sich Staat und Zivilgesellschaft gemeinsam an einer Studienfinanzierung für herausragende Talente, die unabhängig vom Einkommen der Eltern vergeben wird. Ich wünsche mir, dass besonders Ehemalige von dieser Möglichkeit der Solidarisierung mit dem Nachwuchs Gebrauch machen."

Die Ulmer Universität gehört dabei zu den Hochschulen, die neben Unternehmen wie der Allianz, dem Automobilzulieferer Mahle oder dem Spiele- und Buchverlag Ravensburger auch Alumni für das Deutschlandstipendium gewinnen konnten. Universitätspräsident Karl Joachim Ebeling freut sich über die Fördererbereitschaft. "Dass wir hier heute die maximale Zahl der vom Bund geförderten Stipendien vergeben, zeigt den hohen Stellenwert, den das Stipendienprogramm für die Universität hat", unterstrich er. Von dieser Haltung könnten an der Ulmer Universität in der nächsten Runde noch einmal mehr als doppelt so viele Talente profitieren. Bis zu ein Prozent ihrer Studierenden sollen die Hochschulen 2012 durch das Deutschlandstipendium fördern. Die Quote wird schrittweise erhöht.